Das Weinanbaugebiet Franken wird größtenteils von Winzern betrieben, die Ihre Weinberge noch selbst bestellen und auch die Weine in eigener Kellertechnik selbst herstellen. Bekannte Frankenweine sind Silvaner, Müller-Thurgau oder Bacchus, die sich in der selbst ernannten Kategorie “fränkisch trocken” wiederfinden. Sehr bekannt für einen Frankenwein ist die Flaschenform, die einem Bocksbeutel ähnelt, und für hochwertige und edle Weine steht.

Zu finden ist Franken, das noch im Mittelalter als das größte Weinanbaugebiet in Deutschland galt, zwischen Bamberg und Aschaffenburg. Die Rebflächen erstrecken sich entlang des Mains und an den Hängen des Steigerwaldes. Heute gilt Franken als das sechst größte Weinanbaugebiet in Deutschland.

Wie kam der Wein nach Franken?

Vermutet wird, das die Siedler den Wein mit nach Franken an den Main brachten, der hauptsächlich von Mönchen in Klöstern angebaut wurde. Im 8. Jahrhundert wurde der Wein in Franken zum ersten mal urkundlich belegt. Bereits im 14. Jahrhundert philosophierte der Würzburger Gottfried von Franken über die Methoden der Weinveredelung, was die geschichtliche Priorität von Wein in Franken widerspiegelt. Viele Panschereien sorgten dafür, dass das Volk Stück für Stück unglücklicher wurde mit der Qualität der Weine, weshalb bereits 1482 (noch früher als das Reinheitsgebot für Bier aus dem Jahre 1516) im Kitzinger Weingesetz festgelegt wurde, was in den Wein darf und was nicht. Das Kitzinger Weingesetz galt zu seiner Zeit von Sachsen bis zum Bodensee. 
Heute ist Franken eines der bekanntesten deutschen Weinanbaugebiete.

Was macht Franken so besonders? 

Typisch für Franken ist der trockene Wein, der als leicht zu trinken gilt und vor allem mit vielen Gerichten harmoniert. So etwa zu Fisch- und Fleischgerichten. Ein Klassiker in Franken: Fränkische Rostbratwürsten mit Sauerkraut und dazu ein trockener Weißwein. Kenner vergleichen die Liebe der Franken zu ihrem Wein wie bei den Franzosen: Wein gilt hier vor allem als Essensbegleiter

Frankenweine – welche gibt es?

Während in Deutschland mit 22 Prozent der Riesling der Verkaufsschlager ist, sieht es in Franken ganz anders aus: Mit über 26 Prozent dominiert der Müller-Thurgau in Franken, und das seit dem 20. Jahrhundert. Zuvor war die Rebsorte Silvaner in Franken am beliebtesten, wurde jedoch auf Grund von klimatischen Veränderungen durch den Müller-Thurgau ersetzt, die bereits 2013 hundertjähriges Bestehen im Anbaugebiet Franken feierte.

Übersicht der Anbaufläche der Rebsorten in Franken


RebsorteAnbaufläche in Prozent
1Müller-Thurgau26,4 %
2Silvaner23,8 %
3Bachus12,0 % 
4Riesling5,4 %
5Domina5,3 % 
6Spätburgunder4,4 % 
7Kerner3,1 %
8Weißer Burgunder2,8 %
9Dornfelder2,4 %
10Scheurebe2,4 %
11Regent2,2 %
12Schwarzriesling1,2 %
13Portugieser0,9 % 
14Acolon 0,8 % 

Fränkisch trocken

Die trockenen Weine in Franken grenzen sich charakteristisch so sehr von herkömmlichen trockenen Weinen ab, dass sie sich selbst in der Sonderkategorie “Fränkisch trocken” wiederfinden (nicht zulässiger Begriff). Hierbei darf der Wein maximal vier Gramm Restzucker pro Liter enthalten. Bei herkömmlichen trockenen Wein sind es schon neun Gramm Restzucker pro Liter.